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Bei ihrem jüngsten Informationsabend hat sich die Bad Reichenhaller FWG aktuellen kommunalpolitischen Themen gewidmet. Von diesen gibt es ja zur Zeit einige wichtige auf der Tagesordnung. So natürlich zum Beispiel die Landesgartenschau, aber auch eine andere anstehende Entscheidung des Stadtrates ist für die Zukunft der Stadt von großer Bedeutung: Die Zuschussgewährung an das Magazin 4. Hier positionierten sich die Reichenhaller Freien Wähler eindeutig für Unterstützungszahlungen der Stadt Bad Reichenhall an das in ihren Augen „für die Stadt sehr wichtige Kulturgut“. Nur so könne die Zukunft des Magazin 4 gesichert werden.

In seinen einleitenden Worten stellte FWG-Fraktionssprecher Gerhard Fuchs einen kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Magazin 4 vor. Nach dem - bedingt durch finanzielle Schwierigkeiten - bedauerlichen Aus des in der region populären Sternenzelts vor einigen Jahren war man sich einig, dass es dennoch in irgendeiner Form weitergehen müsse. Und so war die Idee des Magazin 4 geboren. Heute erfreut sich der Kulturbetrieb großer Beliebtheit, da auch nicht selten überregionale namhafte Künstler auftreten. Aus Brandschutzgründen musste der auf dem Gelände der Alten Saline liegende Saal im ersten Stock 2015 geschlossen werden. Es bleibt also nur noch der Veranstaltungsraum im Erdgeschoss, was für die Macher des Betreibervereins natürlich eine Einschränkung darstellt. Mit einem möglichen Umzug in das gegenüberliegende Magazin 3 bahnt sich nun eine Lösung an. Angedacht ist, dies dann in Kooperation mit dem „Salin“ zu nutzen. Aktuelles Problem ist nur, dass der Verein diesen Schritt nur gehen kann, wenn er in eine finanziell gesicherte Zukunft blicken kann. Die Erlöse aus Eintrittsgeldern alleine können den Betrieb leider nicht tragen, auch wenn zahlreiche ehrenamtliche Helfer in hohem Maße engagiert sind. Wie der anwesende Schatzmeister des Sternenzeltvereins, Mike Rupin, ausführte, ist der Verein daher auf Sponsoren und auch auf Zuschüsse der Stadt Bad Reichenhall angewiesen. Da man sich Seitens des Sternenzeltvereins bei einem Umzug ins Magazin 4 vertraglich längerfristig binden müsse, brauche man auch eine entsprechende langfristige finanzielle Sicherheit. Bedeutet: Für den weiteren Betrieb wäre es enorm wichtig, von Seiten der Geldgeber längerfristigere Zusagen zu bekommen. Zuletzt war diesbezüglich von einigen Stadträten Skepsis zu vernehmen. Eine Entscheidung über einen bereits für das Jahr 2017 gewährten Zuschuss in Höhe von 60.000 € auch für 2018 in selbiger Höhe im Finanzausschuss wurde zuletzt vertagt.

FWG-Stadtrat Fuchs und auch seine anwesenden FWG-Kollegen waren sich beim Infoabend einig, dass man sich hier Seitens des Stadtrates nicht querstellen sollte. Denn der allgemeine Tenor des Abends: Das Magazin 4 ist für die Kultur in der Stadt von nicht zu gering zu schätzender Bedeutung. Und ein Nein des Stadtrates würde mit großer Wahrscheinlichkeit das Aus des Betriebes bedeuten. Verärgert sind die FWG´ler über teils aufkommende hämische Kommentare der politischen Mitbewerber, wonach man doch als Freie Wählergemeinschaft sonst immer so auf Sparsamkeit bedacht wäre und dies beim Magazin 4 nicht zur Anwendung käme. Laut FWG muss man hier schon unterscheiden können, was wichtig ist und was nicht. Und der Kulturbetrieb des Magazin 4 gehöre zweifelsfrei zu den wichtigen Dingen.

Angesprochen wurde natürlich auch die Bewerbung zur Landesgartenschau 2022. Mehrheitlich erhofft sich hier die FWG Mitte März den Zuschlag für die Kurstadt. In diesem Falle müsse dann die Detailplanung Hand in Hand mit den Bürgern geschehen. Nur so könne dies für Bad Reichenhall zu einem Gewinn werden – auch über 2022 hinaus.

Im Zusammenhang mit der Landesgartenschau kam man an dem vom Unternehmer Max Aicher ins Spiel gebrachten Auentunnel freilich nicht vorbei. Hier ist man sich einig, dass dieser unzweckmäßig und auch unrealistisch sei – gerade was eine von Max Aicher anvisierte Fertigstellung vor einer Landesgartenschau 2022 anginge. Die FWG lehnt den Auentunnel also ab und spricht sich anstattdessen weiterhin für den sich nun im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans befindenen Kirchholztunnel aus.

Am Rande des Informationsabendes stellte Mike Rupin, der nicht nur für den Sternenzeltverein, sondern auch für den Gewerbeverein in seiner Funtkion als Vorsitzender anwesend war, auch den kürzlich neu eingeführten Einkaufgutschein vor. Mit diesem neuen attraktiven Angebot an die Kunden soll erreicht werden, Kaufkraft in der heimischen Kurstadt zu halten. Die anwesenden Bürger und FWG-Vertreter lobten diese neue Initiative des Gewerbevereins ausdrücklich.

Mit Meinungsaustauschen zu den angesprochenen Themen ließ man den Abend ausklingen.

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