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Am Dienstag, 30.05.2017, lud die FWG Piding zum 2. politischen Stammtisch ins Palmcafé zum Thema Verkehrsbelastung in unserer Gemeinde ein.

Die Brisanz der Situation zeigt sich in der Auflistung der aktuellen und künftigen Straßenbaumaßnahmen, die unseren Ort bis über die Grenze des Verträglichen belasten.

  1. Sanierung der Autobahnbrücke über die Stoißer Ache:
    Neben der Umweltbelastung durch die Rückstauungen stören entnervte Autofahrer durch lautes Hupen die Nachtruhe der Anwohner.
  2. Erneuerung des Belages auf der A 8 im Bereich Anger:
    Durch die Verengung auf eine Fahrspur in beide Richtungen kommt es zu langen Staus verbunden mit massivem Ausweichverkehr über die St 2103.
  3. Entgegen der Forderung der Gemeinde wurde an der Kreuzung B 20 / St 2103 eine Ampelanlage errichtet:
    Diese Fehlentscheidung führt von Anfang an zu langen Wartezeiten aus Richtung Freilassing. Seit ca. 4 Wochen, mit Beginn der Urlaubssaison, bewahrheiten sich nun unsere Befürchtungen. Rückstauungen aus Richtung Bad Reichenhall mit dem daraus resultierenden Durchgangsverkehr durch unser Ortsgebiet.
  4. Vom 26.06.2017 bis ca. 05.08.2017 wird der Anschluss der A 8 Richtung München neu erstellt und dazu komplett gesperrt:
    Alle Verkehrsteilnehmer, die aus Freilassing kommend nach München wollen, werden dann durch den Kreisverkehr über die St 2103 nach Anger oder Neukirchen fahren und damit die B 20 in diesem Bereich noch höher belasten.
  5. Im August 2017 wird die St 2103 ab der B 20 bis Anger für ca. 4 Wochen komplett gesperrt:
    Die Folge ist massiver Ausweichverkehr über Jechling, den Högl oder die A 8. Und alle müssen wieder durch den Kreisverkehr!
  6. Voraussichtlich in 2018 wird die Saalachbrücke auf der B 20 zwischen Piding und Bad Reichenhall erneuert:
    Ein Verkehrschaos ist unausweichlich. Man erinnere sich nur an den Ausbau des Gablerknotens oder der Anschlussstelle Ahornstr.

Sämtliche Aktivitäten von Straßenbauamt und Autobahndirektion dienen nur dazu, ihre eigenen, überregionalen Probleme zu lösen, ohne die mindeste Rücksichtnahme auf die Pidinger Bevölkerung. Gesundheits- und Umweltschäden werden billigend in Kauf genommen.

Alle Belastungen wären akzeptabel, wenn dafür an anderer Stelle Verbesserungen für unsere Bürger umgesetzt werden:

  1. Warum endet der neue, lärmmindernde Belag auf der A 8 genau an der Pidinger Ortsgrenze?
    Sind wir Pidinger es nicht wert, dass auch in unserem Ortsgebiet der Geräuschpegel reduziert wird?
  2. Wo bleibt der Radweg an der St 2103 zwischen B 20 und Urwies, der uns seit Monaten in Aussicht gestellt wird?
    Alles nur Lippenbekenntnisse?
  3. Die deutlich bessere Lösung für die Kreuzung B 20 / Staatsstraße 2103 wäre ein Kreisverkehr gewesen?
    Es zählen nur die Kosten ohne Rücksicht auf die Pidinger Bevölkerung und die Nutzer der B 20.
  4. Wann wird die unrechtmäßige Tonnagebeschränkung auf der B 21 im Grenzverkehr Richtung Salzburg endlich aufgehoben?
    Hier werden schlichtweg bestehende Gesetzte missachtet.
  5. Wie lange dauert es noch, bis die B 21 an die Autobahn angeschlossen wird um die überbelastete B 20 etwas zu entlasten?
    Laut letztem Schreiben aus dem Verkehrsministerium soll dies zusammen mit dem Ausbau der A 8 erfolgen, also in 15 – 20 Jahren!

Piding wird von den zuständigen Behörden und von den verantwortlichen Politikern auf allen Ebenen im Stich gelassen.

Ihre FWG Piding

Ihr Ansprechpartner

Christian WagnerChristian Wagner
1. Vorsitzender
Ahornstr. 61

83451 Piding

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