Almwirtschaft und Weiderecht
Zielpunkt des Anstiegs von der Wimbachbrücke war nach etwa 2 Stunden der Gruben-Alm Kaser unseres FWG-Mitglieds Martin Fendt vom Unteraschaulehen in Bischofswiesen. Beeindruckt von den massiv geschädigten Fichtenholzbeständen infolge des Borkenkäferbefalls konnte er uns beinahe alle Fragen über die Umstände „Almwirtschaft im Watzmanngebiet“ beantworten.

Berührungspunkte mit Weiderechten gibt es dabei aber nicht nur im Watzmanngebiet, sondern auch im Gemeindegebiet speziell in den Gnotschaften Loipl und Winkl. Einige Grundstücksbesitzer ignorieren hier die Pflicht, ihre Einzäunungen in ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten oder bei deren Verfall diese Gefahrenpunkte fürs Weidevieh gleich ganz zu beseitigen. Aktuell erstellte die Gemeinde Bischofswiesen als Kompromisslösung in einer Gemeinschaftsaktion mit den Gewerbetreibenden im Pfaffenfeld einen Weidezaun, aus Sicht der FWG Bischofswiesen eine eindeutige Aufgabe des Vorbesitzers vom Pfaffenlehen.
Das Jahrhunderte alte „Weiderecht ohne Hirt und Stab“ gilt innerhalb der Viehroste auch auf den Gemeinde- und Kreisstraßen, was nicht selten zu verwunderten Blicken der Verkehrsteilnehmer und entsprechenden Reaktionen nach entstandenen Schäden führt.
Besonders tangiert ist hier der Götschen Parkplatz, welcher auch als Übernachtungsmöglichkeit für Wohnmobile genutzt wird. Die Aufstellung einer weiteren Tafel „Weidevieh“ wird hier als sinnvoll erachtet, denn im Freiweidegebiet hat die Kuh „Vorfahrt“.
Ein weiterer Zielpunkt war beim Abstieg der Besuch unseres Almpächters Hans König. Seit dem Orkan Kyrill und der Trennung von Wald und Weide auf der Stuben Alm profitierte diese vom freien Blick auf die umliegende Bergwelt, sogar bis hinaus nach Bischofswiesen. Die zahlreichen Wanderer zum und vom Watzmann belegen diesen Eindruck bei der Einkehr am liebevoll gepflegten Gemeindekaser.


Die Freie Wählergemeinschaft Berchtesgadener Land informierte sich in Ihrer Klausurtagung über den aktuellen Zustand des Bahn- und Busverkehrs im BGL. Ein ernüchterndes Fazit zogen dabei die Referenten. 
