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Rathaus Freilassing

Harte Worte fielen in der letzten Vorstandssitzung der FWG Heimatliste

Ortsvorsitzender Florian Löw versuchte zu Beginn der öffentlichen Vorstandssitzung der FWG Heimatliste, die kürzlich im Gasthaus Rieschen in Freilassing stattfand, in einem Kurzreferat die Möglichkeiten einer Steuerung der Urbanität in Freilassing den Anwesenden darzulegen. Aber er kam nicht weit, da er immer wieder von Meinungsäußerungen und Gegenfragen unterbrochen wurde. Es herrschte ein spürbare Unruhe im Raum, da bei einigen großen Projekten in Freilassing offensichtlich nichts voran gehe.

Anfangs erläuterte der Fraktionsvorsitzende den FWG-Antrag an die Verwaltung, über die Wohnentwicklung und den Wohnraumbedarf in Freilassing im Detail aufgeklärt zu werden. „Wir wollen einfach wissen, wo und wie viele Wohnungen notwendig sind.“, betonte Löw. „Wird uns der Bedarf von den Bauträgern auf diktiert und überrollt uns der Nachfrageboom?“ Ferner würden wir uns keine so ungezielte und massive Nachverdichtung mit Wohnblöcken wünschen.“ Während sich Planungen von großen Wohnvorhaben nicht weiterentwickelten, entstünden ein „Lückenfüller“ nach dem anderen. Dass die Stadt darauf keinen Einfluss habe, sei so nicht ganz richtig, aber man müsse mit viel Weitsicht und Überlegung vorgehen.

Sichtlich verärgert reagierte Dietmar Eder, als er die Verzögerung beim Neubau des AWO Seniorenzentrums im Sonnenfeld zum Thema machte. „Anfangs schien alles flott voran zu gehen und jetzt stoppt die Erschließung des Gebäudes den Baubeginn.“, so der gelernte Altenpfleger. „Ein Verkehrsgutachten musste her, das jetzt im Ergebnis auf sich warten lässt.“ Und das geschehe alles auf dem Rücken der alten Menschen. Auch der Aicher Wohnpark komme einfach nicht in die Gänge. Nachdem zahlreiche Hürden bereits genommen wurden, scheint die Entwicklung eingeschlafen zu sein. „Liegt das daran, dass der Grundeigentümer und Bauwerber ein bekannter Freilassinger Unternehmer ist.“, stellten einige Anwesende provokativ in den Raum.

In dieses Fass stieß auch Fritz Braun, als er die Entwicklung auf dem Bahnhofvorplatz zur Sprache brachte. „Müssen die dort vorgesehenen Neubauten wie ein Hotel oder Ärztehaus direkt an das Bahngleis gepresst werden, wenn ein nahegelegenes großes Grundstück im Besitz dieses Unternehmers zur Verfügung stünde.“, fragte der FWG-Stadtrat nach. „Vor Jahren brachten die Arc-Architekten aus Bad Birnbach im Auftrag der Stadt eine ansehnliche Planung ein, die alle Vorstellungen sinnvoll beinhalteten.“ Dass Aicher nunmehr nicht erfreut sei, wenn man seine Ideen übernehme, dürfte nachvollziehbar sein. Trotzdem weiß er um die Probleme im Bahnhofsbereich und lässt Parkplatzsuchende nach wie vor kostenlos in sein Grundstück einfahren, was bei der Not dringend erforderlich sei. Ähnliches ist in der Staufenstraße zu beobachten, wo ebenfalls Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser geplant seien. Auch hier haben die Arc-Architekten eine Entwurfsplanung vorgelegt, die Gefallen fand. „Aber man hört weder etwas, noch sieht man einen Fortschritt.“, warf Florian Löw ein. „Und dieser Bereich wäre für eine attraktive Wohnbebauung bestens geeignet.“

Planung an der Staufenstraße
Planung an der Straufenstraße

Planung Buswendeplatz
Planung Buswendeplatz

„Ein Wirtschaftsleitbild für das Berchtesgadener Land musste her, obwohl wir in Freilassing weit entfernt sind, eine Neuansiedlung großer und mittelständischer Unternehmen zu erreichen.“, stellte Thomas Ehrmann fest. „Wir müssen alles daran setzen, dass unsere erfolgreichen Betriebe im Ort bleiben und sich dort entwickeln können.“ Es bedürfe aller im Stadtrat vorhandenen Fraktionen, gemeinsam gegen das „Nichts voran gehen“ zu arbeiten und wieder nachhaltige Entwicklung in den Ort zu bringen. Mit diesem Wunsch schloss der Ortsvorsitzende die Vorstandssitzung der FWG Heimatliste.

Florian Löw
Ortsvorsitzender FWG Heimatliste

FWG Heimatliste Freilassing

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Florian Löw

Florian Löw
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