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14.02.2012 - PLG Berchtesgaden
Stammtisch im Gasthaus Bier Adam um 19:30 Uhr

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Logo des Regional-Stadt-Bahn-Vereines"Die Zukunft des Verkehrs ist öffentlich!" - unter diesem Motto informierte sich die FWG Berchtesgadener Land zum Projekt Regional-Stadt-Bahn (http://www.rsb-salzburg.at). Lesen Sie hierzu den Bericht der FWG BGL! >> lesen Sie hier weiter

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„Gemeinsam pack mas!“ - Aufbruchstimmung bei der PLG-Berchtesgaden

Nach den stürmischen Zeiten im letzt jährigen Kommunalwahlkampf und einem Jahr der Umbildung führte die Parteilose Gruppe Berchtesgaden bei geglätteten Wogen vor Kurzem die diesjährige Jahreshauptversammlung durch. Fast die Hälfte der Mitglieder begrüßte 1. Vorstand und Gemeinderat Josef Wenig im Gasthof Bier Adam in Berchtesgaden.

Zu Beginn blickte der Vorstand nochmals auf das Schicksalsjahr 2008 zurück. „Es ist die erste Versammlung in der neuen Legislaturperiode.“ Bei der Kommunalwahl hat die PLG-Berchtesgaden nicht nur das sich gesetzte Wahlziel verpasst, sondern auch ein Gemeinderatsmandat und den Posten des 1. Bürgermeisters verloren. Die PLG ist sich keiner Fehler bewusst. „Bei der Aufstellung der Gemeinderatskandidaten war es ein stimmiges Team mit einer guten Mischung aus allen Bereichen. Ebenso wurde in den Jahren zuvor eine hervorragende Gemeinderatsarbeit geleistet.“, so der Vorstand. Mit Albrecht Bösl, der nicht mehr kandidierte, und Hermann Reichlmeier, der allzu früh verstorben ist, hat die PLG auch zwei stimmkräftige Kandidaten verloren. Die Wahlstrategie der CSU war auf Hausbesuche und Eventveranstaltungen ausgelegt, welche bis dato nicht Wahlkampflinie der PLG ist. Es wird jedoch nicht der Kopf in den Sand gesteckt. „Es befinden sich einige Nachwuchshoffnungen in unseren Reihen, die für die weitere Zukunft vielversprechend sind. Wir werden somit ohne weiteres mit den anderen Parteien mithalten. Gemeinsam pack mas!“, versprach der Vorstand. „Die Anderen kochen auch nur mit Wasser.“, so der Vergleich zu den anderen Parteien. Sorge bereitet dem Versammlungsleiter jedoch der Nachwuchs. Zur Zeit herrscht allgemein Politikmüdigkeit, nicht nur unter den Jugendlichen. Das Durchschnittsalter steigt an. Am Ende seines Rechenschaftsberichtes bedankte sich Josef Wenig für das, in ihm gesetzte Vertrauen und der zugekommenen Hilfe und Unterstützung für eine gezielte Kommunalpolitik zum Wohle der Marktgemeinde.

Stefan Weber, 1. Vorstand des Kreisverbandes der Freien Wählergemeinschaft Berchtesgadener Land, gab anschließend einen Überblick über die derzeitige Situation im Kreisverband. In seinen Ausführungen durfte die, Ende Februar durchgeführte Klausurtagung, an der auch die Kreistags- und Mitglieder der PLG Berchtesgaden Rosi Plenk und Rudolf Schaupp teilnahmen, nicht fehlen. Themenschwerpunkte waren hier unter anderem der sechsspurige Ausbau der Autobahn A8, der Landkreis-Haushalt und die Situation der Kreisklinken.

Der stellvertretende Landrat Rudolf Schaupp nahm die Gelegenheit wahr, sich erstmals parteipolitisch zu äußern. Er bedankte sich für die Begleitung und der Hilfe in den 18 Jahren seiner Amtszeit als 1. Bürgermeister des Marktes Berchtesgaden. Für ihn war es eine schöne Zeit. „Ich bereue keine Entscheidung.“ Er bat auch um Verständnis, dass er keinen bevorzugen oder benachteiligen konnte, gleich welcher Partei oder Gesinnung er angehörte. Bei Amtsantritt habe er den Eid abgelegt, nach gültigen Rechten und Gesetzen die Gemeinde zu führen. Dies habe ihm seine politische Richtung vorgegeben. Zur jetzigen Situation hilft jedoch kein nachtarocken. Aufgrund der nachweislichen Erfolge kam die Niederlage sehr unerwartet. Einige Bürger haben auf die neuen Methoden der CSU mit Hausbesuchen reagiert und erhoffen nunmehr, dass die Versprechungen tatsächlich eingehalten werden. Ihm wurde von Seiten der CSU immer angelastet, dass er sich sehr oft auswärts aufhalte. Offensichtlich ist der neue Bürgermeister hingegen ebenso auf Dienstreisen unterwegs. Von verschiedenen Gremien und Institutionen wurde sogar gefordert das Berchtesgadener Gemeindeoberhaupt mit den gleichen Funktionen, wie sein Vorgänger sie inne hatte, auszustatten.

Schwer am Herzen liegt Schaupp unser Berchtesgadener Kreiskrankenhaus. „Wir sind auf dem Weg wichtige Teile und Stationen, allen voran die Chirurgie in einer Salamitaktik zu verlieren. Was bleibt ist die Orthopädie.“ Unfallverletzte müssen jetzt schon auf schriftlicher Anordnung in die benachbarte Klinik nach Bad Reichenhall transportiert werden, obwohl die Aufnahme von Unfallpatienten während des Tages immer möglich ist, und von der Krankenhausleitung zugesagt wurde. Schlussendlich werde nur noch eine kleine innere Abteilung und die Orthopädie übrig bleiben. Für die PLG gab Schaupp den Rat, sich auf dem Weg in die Zukunft fest zu positionieren. Sie ist dazu auf dem besten Weg. Er werde der Parteilosen Gruppe Berchtesgaden weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.  

Einen, durch den Wahlkampf arg gebeutelten, aber farblich mit schwarzen Zahlen versehenen Kassenbericht verlas die Kassierin Rosi Plenk. Dank der Brüder, Wolfgang und Anton Plenk, für die hervorragende Unterstützung im Wahlkampf, konnte schlimmeres verhindert werden. Die Richtigkeit in der Kassenführung bestätigte der Kassenprüfer Hubert Meier, sodass eine einstimmige Entlastung der Kassenwartin von der Versammlung erteilt wurde. „Mit diesem Kassenstand kann wieder in eine erfolgreiche Zukunft geplant werden.“ so Wenig bevor er auf den nächsten Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ überleitete.

In der Laudatio würdigte der Versammlungsleiter das zu ehrende Mitglied der Parteilosen Gruppe Berchtesgaden. Wenig dankte Rudolf Schaupp für die Zeit, die er für die PLG aufwandte. „Die Stunden können nicht gezählt werden. Die PLG und die Kommunalpolitik war, bzw. ist sein Leben. Die politische Arbeit war souverän, es gab keine Bevorzugung. Die gerade Linie, ist auch die richtige Linie. Er kann sich nichts nachsagen lassen. Für die Marktgemeinde Berchtesgaden und seinen Bürgern hat er sehr viel getan.“ Rudolf Schaupp´s kommunalpolitische Karriere begann mittlerweile vor fünfundzwanzig Jahren. Auf Stationen vom Gemeinderat über den Bürgermeister bis zum stellv. Landrat und seiner Funktionen und Ehrenämtern in diversen Institutionen wie im bayerischen und deutschen Städtetag, wurde genauestens eingegangen. „Für die Fraktion habe er immer Zeit gehabt. Die Fraktion war immer Bestens informiert.“ Mit Übergabe der Ehrenurkunde ernannte der 1. Vorstand Josef Wenig, Rudolf Schaupp zum Ehrenmitglieder der Parteilosen Gruppe Berchtesgaden.

Unter „Wünsche und Anträge“ übte Stefan Weber Kritik, dass für die Direktvermarkter zu wenig gemacht wird. Die Schlachtungen gehen direkt an Metzgereien und Gaststätten, der einzelne Endverbraucher bleibt unberücksichtigt. „Um dem entgegenzutreten ist der Erhalt des märktischen Schlachthofes von bedeutender Wichtigkeit.“ entgegnete Rudi Schaupp dem Kreisvorsitzenden nach einer kurzen Diskussion. Richard Schwab ermahnte die Anwesenden, dass die PLG bei der nächsten Wahl wieder zu alter Kraft finden muss. „Mit Rudi Schaupp an der Spitze haben wir eine wichtige Führungsperson in der Gemeindepolitik verloren.“ „Zum geeigneten Zeitpunkt wird gehandelt, junge Kräfte sind schon im Aufbau.“, teilte der Vorsitzende mit.

Zum Ende der Versammlung versprach Wenig den Mitgliedern, dass in der Berchtesgadener Kommunalpolitik weiterhin von Seiten der Parteilosen Gruppe Berchtesgaden mitbestimmt wird. In Zukunft sollte aber auch Werbung in der Bevölkerung von Berchtesgaden für die Parteilose Gruppe und der FWG im Landkreis, für eine Politik ohne Weisungen von höheren Parteizentralen betrieben werden.

Anmerkung:
Dieser Bericht wurde bei seiner Veröffentlichung im Berchtesgadener Anzeiger in einigen Teilen von Seiten der Redaktion gekürzt.

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Beginn um 19:30 Uhr im Gasthaus Bier Adam in Berchtesgaden!

Ihr Ansprechpartner

Michael Koller

Michael Koller
1. Vorsitzender
Stangerweg 5
83471 Berchtesgaden

Telefon  08652/9750767
E-Mail  michael.koller@plg-berchtesgaden.de