Südostbayersiche Rundschau berichtet über Antrag der FWG zur Gedenkstätte
Reichenhaller Gedenkstätte kommt wie geplant - Stadtrat steht zu beschlossenem Konzept Bad Reichenhall (mo).
Die Gedenkstätte für die Opfer des Bad Reichenhaller Eishallenunglücks kommt wie beschlossen. Erst im Juli hatte man "unter Moderation" des ehemaligen Landtagspräsidenten Alois Glück versucht, mögliche "bauliche und ästhetische Risiken", die sich aus dem zeitlich unsicheren Baubeginn der neuen Hochschule ergeben könnten, durch eine räumliche Verlegung der Gedenkstätte zu vermeiden, wie aus dem Antrag der FWG hervorgeht. Dies war aber am Widerstand von Angehörigen und Künstler gescheitert. Der jüngst im Reichenhaller Stadtrat gescheiterte Antrag der FWG auf "Zurückstellung der baulichen Realisierung" erbringt aber zumindest Eines: Ein Ende der alle Beteiligten belastenden Diskussion um Zeit, Ort und Ausstattung der Gedenkstätte.
Der stellvertretende Fraktionssprecher der FWG im Reichenhaller Stadtrat Friedrich Hötzendorfer, betonte, dass mit der Antragstellung "zu keinem Zeitpunkt die Gedenkstätte in Frage gestellt werden sollte", im Gegenteil: "Wir stehen voll hinter dem gefassten Beschluss." Seiner Fraktion gehe es ausschließlich um die Sicherstellung einer "würdigen Gestaltung", die die FWG durch einen potentiell unsicheren Untergrund oder die möglicherweise längerfristige Existenz einer Baugrube in Gefahr sah. "Wir sind froh, dass mit der Befindung über unseren Antrag die alle Seiten belastende Diskussion nun zu einem Ende kommt", so Hötzendorfer. Quer durch alle Fraktionen wurde der Antrag der FWG-Kollegen als "respektabel" bezeichnet. Nicht zuletzt spiegele er auch "Fehler rund um die Entwicklung der Gedenkstätte" wider. Man sei "Opfern wie Angehörigen schuldig, einen Schlussstrich zu ziehen".
Das im März vorgestellte Konzept sieht für jedes der 15 Opfer des Halleneinsturzes eine farbige Glasstele vor, die sich in einem Wasserbecken befinden. Die “lebensbejahende Gedenkstätte“ solle mitten im Leben stehen. Man wolle bewusst kein Mahnmal schaffen, sondern eine Gedenkstätte, die in die Zukunft weise, so der beauftragte Künstler Karl-Martin Hartmann. Nicht alle Angehörigen sind mit der beschlossenen und jetzt bestätigten Lösung zufrieden. Der Entscheidungsfindungsprozess war von verschiedenen Seiten als zu belastend empfunden worden.
21.09.2010, 19:30 Uhr - PLG Berchtesgaden
In vieler Munde ist derzeit der Euregio-Masterplan. Sie finden diesen unter der Adresse 
