Presserkläerung der FWG vom 30.07.2009
Es ist schade, dass das Thema nicht sachlich diskutiert werden kann. Dass Angehörige von Opfern das Thema sehr aufwühlt verstehen wir. Auch können wir noch ein Stück weit verstehen, wenn diese Mutmaßungen treffen und Dinge unterstellen, die jeder Grundlage entbehren. Dass aber ein gemeinhin als seriös geltendes Medium wie das Tagblatt in eindeutig negativer Tendenz berichtet und ohne Rücksprache mit uns ungeprüft Behauptungen wiederholt, die schlicht falsch sind, kann nur damit erklärt werden, dass das das Emmely - Syndrom auch das Tagblatt ereilt hat. Das Motto lautet offenbar: Hauptsache mal auf die Entscheidungsträger eingedroschen, egal, wie sehr sich diese um eine sachliche Begründung bemüht haben. Dass die Verfasserin dann noch Tatsachenbericht und Kommentar in einem Artikel vermischt nenne ich schlicht schlechten Journalismus. Besonders die Presse hätte bei emotionalen Themen die Pflicht sachlich zu bleiben. Und wenn sie schon kommentiert, was ihr gutes Recht ist, dann in einem gesonderten Artikel und nach Anhörung aller Beteiligten.
- Es ist falsch, wenn behauptet wird, der FWG ginge es um die Kosten für die Gedenkstätte. Obwohl wir eine Diskussion über Kosten auch bei diesem Thema gerade nicht für unanständig halten, führen wir diese Diskussion nicht. Wir stehen zu dem Denkmal zu diesen Kosten an diesem Platz. Wir haben das im Dezember mit beschlossen und dabei bleibt es.
- Es ist falsch, wenn unterstellt wird, wir würden „ überhaupt keine Gedenkstätte“ wollen. Wir stehen zu der Gedenkstätte generell und im speziellen zu dem Entwurf des Herrn Karl-Martin Hartmann. Wir haben das im Dezember mit beschlossen und dabei bleibt es.
- Es ist falsch, wenn behauptet wird, Herr Grübl und ich nähmen die Hinterbliebenen in ihrem Leid und in ihrer Trauer nicht ernst. Im Gegenteil, wir trauern mit ihnen und verstehen jeden Weg, den sie nehmen um mit dem Schmerz fertig zu werden. Wir verstehen diejenigen Hinterbliebenen, die mit ihrer Trauer lieber alleine sein und mit der Gedenkstätte nichts zu tun haben wollen. Wir verstehen und unterstützen aber auch diejenigen, die ihr Leid öffentlich dargestellt haben wollen und sich für die Gedenkstätte einsetzen.
- Und schließlich ist es falsch und entbehrt jeder Grundlage, ja ist geradezu ehrabschneiderisch, wenn Frau Bauer über das Tagblatt verlautbaren lässt, ich hätte sie mit Äußerungen „zutiefst verletzt“. Ich hatte mit Frau Bauer und Herrn Zehentmeier im Zusammenhang mit dem Eishallenunglück nur einmal persönlich Kontakt und das war in einer Runde am 07. Juli des Jahres mit einzelnen Stadträten unter Moderation des Herrn Landtagspräsidenten a. D. Dr. Alois Glück und unter Leitung des Herrn Oberbürgermeisters. Ich verwahre mich mit Nachdruck gegen die Unterstellung, dort verletzende Äußerungen getan zu haben.
Friedrich Hötzendorfer
FWG Vorsitzender
21.09.2010, 19:30 Uhr - PLG Berchtesgaden
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