Die wahren Helden leben mitten unter uns
Die FWG Bad Reichenhall hatte bei ihrem letzten Stammtisch die Bergwachtsektion Bad Reichenhall eingeladen. Ihr Vorsitzender Urs Strozinsky und der Einsatzleiter Dr. Nikolaus Burger lieferten einen eindrucksvollen Einblick in den Alltag ihrer Organisation.
Das Einsatzgebiet der Bergwacht, das offiziell mit „unwegsamem Gelände“ definiert ist, beginne gleich nach der Leitplanke, so Strozinsky. 36 aktive Bergwachtler, 8 Anwärter, 8 Passive und 18 Senioren bestritten etwa 70 Einsätze pro Jahr im Bereich zwischen Högl, Hochstaufen, Zwiesel, Lattengebirge und Reiter Alpe.
Seit etwa acht Jahren ist die Taubergung mittels Hubschrauber eine besondere Herausforderung für die ausnahmslos ehrenamtlichen Helfer.
Der Hubschrauber kommt aber nur bei geeignetem Wetter zum Einsatz und daher bleibt den Männern oft ein mühseliger Aufstieg bis zum Einsatzort nicht erspart. Dort sind ausnahmslos Spezialkenntnisse in erster Hilfe, Lawinenkunde, im Klettern bis zum 4. Schwierigkeitsgrad nötig. Gute Kondition und Trittsicherheit sind selbstverständliche Eigenschaften für einen Aktiven. Diese Kenntnisse erwerben die Helfer in regelmäßigen Lehrgängen, die neben den Diensten etwa 7 bis 8 Wochen pro Jahr und Mann in Anspruch nehmen. Trotz der guten Ausbildung geraten sie dabei selbst oft in Gefahr, die es regelmäßig abzuwägen gilt. Die Verantwortung des Einsatzleiters, so Dr. Burger, ist enorm und häufig auch belastend.
Ein Bericht über den besonderen Einsatz am 02. Januar 2006 zunächst am Schrecksattel und dann bei der Eislaufhalle veranlasste den Vorsitzenden der FWG, Friedrich Hötzendorfer, zu der Feststellung: „die wahren Helden leben heute mitten unter uns“. Dabei ist das Budget von 30-40.000 € pro Jahr, mit dem die Reichenhaller Bergwacht auskommen muss, relativ bescheiden.
Ein besonderes Anliegen der heimischen Sektion ist ein durch den kurzfristig notwendigen Auszug aus dem BRK-Heim an der Riedelstraße in Aussicht genommener Neubau auf einem Grundstück in unmittelbarer Nähe zu Feuerwehr und BRK. Die Baukosten sollen über Zuschüsse und Spenden aufgebracht werden. Ein Kraftakt ohnegleichen für die kleine Sektion. Daher wurde ein Förderverein gegründet, dessen Vorsitzender Dr. Burger ist. Er warb um Spenden und Fördermitglieder. Spontan erklärten einige der Anwesenden ihren Beitritt. Fraktionssprecher Gerhard Fuchs sagte im Rahmen des Machbaren die Unterstützung der FWG bei der Anpachtung des Grundstücks, das im Eigentum der Stadt steht zu. Zu beachten sei dabei aber auch die Gleichbehandlung der verschiedenen Interessengruppen und die Finanznot der Stadt. Daher sind private Sponsoren unabdingbar, um die Realisierung des ehrgeizigen Projekts möglich zu machen.
Wer Interesse an der Unterstützung der Bergwacht hat, kann sich unter www.bergrettung-reichenhall.de kundig machen.
Mit herzlichem Dank an die Referenten und dem Wunsch, es mögen sich möglichst viele Sponsoren finden schloss Hötzendorfer den beeindruckenden Abend.


"Die Zukunft des Verkehrs ist öffentlich!" - unter diesem Motto informierte sich die FWG Berchtesgadener Land zum Projekt Regional-Stadt-Bahn (
