Bunte Themenpalette beim Monatsstammtisch der FWG
So berichtete Vorsitzender Friedrich Hötzendorfer davon, dass bei seinem "Aufsichtsdienst" im Haus der Jugend am 21. September zu Beginn nur eine Handvoll Jugendliche anwesend waren, Während der letzen drei Stunden sei er mit seinem Kollegen ganz alleine gewesen. Das habe ihm zwar die Möglichkeit eröffnet, seine verschollen geglaubten Tischtennis-Fähigkeiten aufzufrischen, jedoch seien ihm schon Zweifel gekommen, ob das Konzept eines stationären Hauses der Jugend dieses Zuschnitts noch zeitgemäß sei und es bei der Besucherzahl – sofern sie repräsentativ sein sollte - gerechtfertigt sei, eine Investition in Millionenhöhe zu tätigen.
Nach kontroverser Diskussion war man sich jedoch einig, dass gerade die Ereignisse der letzen Zeit (zunehmende Gewaltexzesse, Alkoholmissbrauch von immer Jüngeren, Zunahme der Zahl der Schulabbrecher etc.) zeigten, dass es Kindern und Jugendlichen sehr häufig an positiven Vorbildern und einer verlässlichen Anlaufstation fehle. Häufig könnten oder wollten das die Eltern nicht mehr leisten. Dies könne eine lebendiges Haus der der Jugend teilweise kompensieren. Damit es aber wieder mit Leben gefüllt wird, bedürfe es eines unfassenden und fachlich guten Konzepts. Das für die Zeit nach der Renovierung deutlich einzufordern und dessen Einhaltung zu überwachen wurde von den Mandatsträgern der FWG versprochen.
Einiges Aufsehen hatte die in Artikeln und Leserbriefen geführte Diskussion über ein Wasserkraftwerk an der Saalach erregt. Der Referent für die Stadtwerke, Peter Herndl, stellte noch einmal unmissverständlich klar, dass bisher nur ein Prüfungsauftrag erteilt sei .Es sei noch nicht einmal über das Ob geschweige denn über das Wie entschieden. In der Diskussion kam auch klar zum Ausdruck,dass die Saalach im gesamten Stadtgebiet (im Prinzip vom Kiblinger Kraftwerk bis zur Mündung in die Salzach) im künstlichen Bett fließt und sinnvollerweise die Saalachresulution nur auf den noch naturbelassenen Teil des Flusslaufs zur Anwendung kommen sollte. Ein Kraftwerk an der richtigen Stelle, so Hötzendorfer, könne sogar eine Aufwertung für den hierorts doch recht öden Flusslauf sein, da bei der Gelegenheit Renaturierungsmaßnahmen getroffen werden könnten.
Auch die zögerliche Entwicklung der Studentenzahlen bei der Fachhochschule machte der Runde Sorgen. Stadtrat Fritz Grübl wies darauf hin, dass die FWG schon im Vorfeld des Beschlusses über die Errichtung der Gedenkstätte für das Eishallenunglück Bedenken geäußert hatte, dass die Gedenkstätte möglicherweise lange Zeit neben einer Baugrube stehen könnte und einen anderen Standort angeregt hatte, das würde sich jetzt leider bewahrheiten.
Stadtrat Gerhard Fuchs ermutigte die Verantwortlichen der Fachhochschule, jetzt zu investieren, denn womöglich ließen sich einige interessierte Studenten von der doch recht eingeschränkten räumlichen Situation der FH abschrecken. Wenn der Campus einmal stehe, so Fuchs, dann kämen auch die Studenten.
Stadtrat Werner Huber berichtete über den Beginn der Bauarbeiten in der Sporthalle an der Münchner Allee. Er zeigte sich zufrieden damit, dass die Sporthalle in ihrer bisherigen Form erhalten bleibt und forderte die Nutzer der übrigen Hallen im Stadtgebiet auf, für die Zeit der Bauarbeiten zusammen zu rücken und wechselseitig Rücksicht zu nehmen. Nur so könne die Bauzeit für jede Nutzergruppe einigermaßen klaglos überstanden werden. Jeder müsse in dieser Zeit Beschränkungen in Kauf nehmen. Dafür hätten sie in etwa einem Jahr dann die schönste Turnhalle weit und breit zur Verfügung.

"Die Zukunft des Verkehrs ist öffentlich!" - unter diesem Motto informierte sich die FWG Berchtesgadener Land zum Projekt Regional-Stadt-Bahn (
