Gewerbeentwicklung in Piding
Zunächst ist man sich darin einig, dass ein umfassendes qualitativ hochwertiges Arbeitsplatzangebot für eine gesunde Gemeindestruktur unerlässlich ist. Darüber hinaus stellt die Gewerbesteuer eine wichtige Säule auf der Einnahmenseite dar. Aufgrund der baldigen Abwanderung der Fa. Eurim Pharm, ist hier ein gravierender Einbruch absehbar. Daher ist es nötig, in Piding umgehend einen fruchtbaren Boden für die Ansiedlung von interessierten Betrieben zu schaffen.
Hierfür verfügt die Gemeinde Piding aktuell über drei Gewerbeflächen an der Lattenbergstraße, die derzeit auf geeignete Interessenten warten. Ein erstes Ergebnis der intensiven Diskussion war, dass für diese gemeindeeigenen Flächen eine Informationsbroschüre mit allen für Investoren entscheidenden Standortfaktoren erstellt werden sollte. Bei dem weiteren Gedankenaustausch zeigte sich schnell, dass beim Thema Gewerbeansiedlung zwischen Wunsch und Realität eine große Lücke klafft. Dr. Birner stellte detailliert die Forderung von investitionsfreudigen Industriebetrieben bezüglich des Preises, Fördermöglichkeiten und Verfügbarkeit von Flächen dar. Durch hohe Grundstückspreise, begrenzte Flächen und verhältnismäßig niedrige Fördermöglichkeiten fällt Piding im Rennen um potente Betriebe stark zurück. Einige Sparten, wie Handel und Logistikunternehmen, finden dagegen in Piding geeignete Voraussetzungen.
Aufgrund dieser Erkenntnisse und nach einem Erfahrungsbericht von Dr. Birner über seine vielen Gespräche mit ortsansässigen Betrieben, wurde klar, dass zukünftig auch verstärktes Augenmerk auf die bestehenden Unternehmen gelegt werden muss. Die Freien Wähler sind sich einig, dass die Gemeinde auch Initiativen zur Sicherung und Förderung örtlicher Betriebe ergreifen muss.
Die FWG Piding beantragt deshalb, dass
- der Geschäftsführers der Wirtschaftsförderung des Berchtesgadener Landes Dr. Birner zu einer Gemeinderatssitzung zu diesem Thema eingeladen wird,
- eine Broschüre mit allen wichtigen Gemeindedaten und Standortfaktoren, insbesondere einer Beschreibung der gemeindeeigenen Flächen für potenzielle Investoren, erstellt wird. Ein erster Entwurf wird von der FWG bereits entwickelt und innerhalb der nächsten 14 Tage dem Bürgermeister zugestellt,
- sich der Gemeinderat öffentlich für die Förderung entwicklungsfähiger Betriebe in Piding ausspricht und
- sich der Gemeinderat mit der Dorfentwicklung in Piding beschäftigt und anschließend mit Hilfe eines Städteplaners ein zukunftsfähiges Konzept erstellt.
Parallel wird der Wirtschaftsreferent Dieter Schönwälder (FWG) im Unternehmerforum eine Umfrage starten, welche Pidinger Betriebe Entwicklungspotenzial sehen und wie die Gemeinde sie dabei unterstützen kann.
21.09.2010, 19:30 Uhr - PLG Berchtesgaden
In vieler Munde ist derzeit der Euregio-Masterplan. Sie finden diesen unter der Adresse 

Josef Dendl