FWG Piding auf Exkursion zur energieautarken Gemeinde Kötschach-Mauthen
Am vergangenen Wochenende trafen sich Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft Piding zu einer "Energie-Expedition" ins österreichische Kärnten. Aufgrund des Sanierungsbedarfs der öffentlichen Gebäude in der Gemeinde Piding ist der FWG die Informationsgewinnung zum Thema nachhaltige Energien ein großes Anliegen.
Deshalb hatte man sich entschlossen, in der Gemeinde Kötschach-Mauthen um einen Infotag anzufragen. Die Kärtner Gemeinde ist Vorreiter auf dem Weg zur Energie-Autarkie und kann derzeit bereits 75% ihres Energiebedarfs mit Ökoenergie decken. Bis 2020 sollen es nach der aktuellen Planung 130% sein. Dafür nutzt die 3500 Seelen-Gemeinde einen vielseitigen Mix aus den verschiedensten natürlichen Energiequellen. Neben 3 ökologisch behutsam angelegten Ökostauseen nutzen 21 Kleinwasserkraftwerke die Gefälle der Bäche der Gebirgsumgebung. Eine Windkraftanlage auf dem Plöckenpass wird nachts zusätzlich zum Rückpumpen des Wassers in die Stauseen effizient genutzt und die ausgeklügelte Kombination einer Biogasanlage mit 3 kleinen Biomasse-Heizkraftwerken, ausgehend von Gülle, Gras und Mais, führt zum Einsatz einheimischer Rohstoffe.
Ergänzt wird das Ganze mit Solar- und Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden und Privathaushalten. Die Herstellung dieser Anlagen unterstützt die Gemeinde mit einem kleinen finanziellen Startbeitrag..
Der 2008 gegründete Verein "enerie:autark Kötschach-Mauthen" unterstützt Gemeinde und Bürger bei den Planungen, führt Lernprojekte für Schulen durch und bietet auch für interessierte Besucher ein umfassendes Erlebnis-Angebot. Dieses nahmen die FWG-ler gerne in Anspruch und erlebten einen informativen und spannenden Tag mit einem Vortrag über die Entstehungsgeschichte und Entwicklung der Idee "energie-autarkes Kötschach-Mauthen" sowie der Besichtigung verschiedener Öko-Kraftwerke.
Bereits mittags bei einer Pause im Biorestaurant Loncium war den Besuchern klar, dass insbesondere nur der effiziente Mix aus verschiedenen Energieträgern eine nachhaltige Versorgung sichern kann. Da die Infrastruktur einer am Ende energie-autarken Gemeinde über viele Jahre wachsen muss, wird sich die FWG Piding stark für eine vorausschauende Planung unter effizienter Nutzung möglichst vielseitiger Energieträger und Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten einsetzen. Überstürzte Entscheidungen ohne langfristige Konzepte kann es für die FWG in Piding nicht geben.

Auf dem Bild (vor der Biogasanlage) von links nach rechts: Christian Kleinert, Hubert Diessbacher, Informationsbeauftragte Sabrina Barthel, Barbara Schöndorfer, Josef Dendl, Walter Pfannerstill, Georg Dufter.

"Die Zukunft des Verkehrs ist öffentlich!" - unter diesem Motto informierte sich die FWG Berchtesgadener Land zum Projekt Regional-Stadt-Bahn (

Josef Dendl