FWG Saaldorf-Surheim zu Besuch beim Seniorenzentrum Laufen
In Surheim wird gerade die Seniorenresidenz Ruperti gebaut. Grund genug für die FWG Saaldorf-Surheim sich über die Struktur und den Anforderungen im täglichen Ablauf eines Seniorenheims zu informieren. Der Besuch des Seniorenzentrums in Laufen, in dem auch mehrere Bürger aus der Gemeinde Saaldorf–Surheim ihren Lebensabend verbringen, sollte darüber Aufschluss geben.
Nach einer herzlichen Begrüßung informierte der Einrichtungsleiter, Herr Schauer, über die Geschichte und Entwicklung des Hauses. Dabei kam klar zum Ausdruck, dass sich durch das Wachsen von über 25 Jahren im Haus großzügige Räumlichkeiten und Einrichtungen wie Bürgersaal und Kapelle befinden. Durch diese erfahren die Bewohner Annehmlichkeiten, welche in der heutigen Struktur eines Heimes in dieser Form nicht mehr möglich sind. Grund dafür ist der bis zur letzten Minute ausgereizte Pflegeaufwand mit dem minimalsten Pflegepersonal.
So werden die 90 Bewohner, von denen die meisten aus der näheren Umgebung kommen, von insgesamt 80 Beschäftigten, davon 55 Vollzeitkräften, 14 Teilzeitkräften und 11 Auszubildenden rund um die Uhr betreut. Für Abwechslung im Tagesablauf durch persönliche Ansprache und Betreuung bleibt den Beschäftigten wenig Zeit. Diese Aufgaben werden von den Angehörigen und dankender weise von einer großen Zahl ehrenamtlicher Bürger übernommen.
Flexibilität in der Arbeitszeit, hohe Ausbildungskosten und große Anforderungen in der Pflege sorgen zudem für einen Fachkräftemangel. In bestimmten Abständen werden die Heime vom medizinischen Dienst der Krankenversicherungen nach vorgegebenen Qualitätskriterien, dem neuen Transparenzverfahren, d.h. unangemeldet, kontrolliert. Der Wandel in der Belegung sorgt für eine aktivere Pflege und somit steigen die Anforderungen an das Personal.
Die Zahl der dementen Bewohner steigt, die Rollstuhlfahrer werden mehr. Da man sich immer später entscheidet in ein Heim zu gehen werden die Bewohner immer älter, und damit sinkt meist auch die Verweildauer. Ursachen dafür sind die hohen Unterbringungskosten, die sich durch die Pflegestufen ergeben und einer möglichst langen Versorgung zu Hause. Hinzu kommen die hohen Fixkosten des Hauses die bei fallender Tendenz der Pflegestufensätze in ihrer Höhe bestehen bleiben.
Die Mitglieder der FWG Saaldorf-Surheim zeigten ihren Respekt vor der Arbeit des Pflegepersonals und der Einrichtungsleitung und nahmen wichtige Erkenntnisse und Anregungen mit nach Hause.

Im Bild: Im Gespräch mit einigen Bewohnern des Seniorenzentrums Laufen; von links nach rechts: Einrichtungsleiter Johann Schauer, 2. FWG Vorstand Thomas Knab, Rupert Rehrl, 2. Bürgermeister Franz Singhartinger, Monika Singhartinger, Rudi Wimmer

Die Freie Wählergemeinschaft Berchtesgadener Land informierte sich in Ihrer Klausurtagung über den aktuellen Zustand des Bahn- und Busverkehrs im BGL. Ein ernüchterndes Fazit zogen dabei die Referenten. 
