Diskussionsveranstaltung der ÜPW Ainring zur geplanten Baulandausweisung in Feldkirchen
Ainring (KW). "Wie viel Baulandausweisung verträgt das Dorf Feldkirchen?" Unter dieser Überschrift fand vor kurzem eine Diskussionsveranstaltung der Überparteilichen Wählergruppe (ÜPW) Ainring im Gasthaus Gumping in Feldkirchen statt. Neben zahlreichen Gemeinderäten konnte der Vorsitzende der ÜPW Ainring, Martin Weber, auch zahlreiche interessierte Gemeindebürger begrüßen. Mit der Veranstaltung sollte einerseits den Feldkirchner Bürgern die Möglichkeit geboten werden, sich vor der Entscheidung des Gemeinderates Gehör zu verschaffen. Andererseits wollte sich die ÜPW ein möglichst breites Meinungsbild der Feldkirchner Bürger erfassen.

Besucher der Diskussionsveranstaltung
"Verehrte Feldkirchner, Ihre Meinung zu diesem Thema ist uns wichtig und Ihre Meinung möchten wir heute erfahren. Gibt es zu wenig Baulandausweisung in Feldkirchen oder etwa zu viel? Waren oder sind die Zugezogenen, die neuen Feldkirchner gut integriert oder gibt es Handlungsbedarf? Sollte mit einer weiteren Baulandausweisung noch abgewartet werden oder ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt?." mit diesen Worten eröffnete Martin Weber die Veranstaltung und leitete auf den Fraktionssprecher der ÜPW, Herbert Meigel über.
Dieser informierte die Anwesenden anhand einer Präsentation über die geschichtliche Entwicklung von Feldkirchen, vor allem auch unter dem Hintergrund der Ansiedlung von Arbeitern für das Stahlwerk Annahütte in der Hammerau.
Gemeinderat Hans Galler präsentierte anschließend den aktuellen Bebauungsplan von Feldkirchen anhand von mehreren Übersichten. Er zeigte dabei auch die bestehenden Bebauungsplangrenzen auf.
In der anschließenden Diskussion zeigte sich anhand mehrerer Wortmeldungen schnell, dass die Verbesserung der Verkehrslage im Dorf selbst und bezüglich der Ortseinfahrung Süd den Feldkirchnern besonders wichtig ist.
Martin Weber bat den Freilassinger Unternehmer Max Aicher um seine Stellungnahme, denn schließlich ist in Bezug auf Neuausweisung in der Diskussion sein Name öfters gefallen. Max Aicher könne sich als Grundstückseigentümer eine Baulandausweisung im Bereich der Lattenbergstrasse gut vorstellen, ebenso wie eine Ergänzung zum bestehenden Baugebiet am Hammerbach. "Bei der Auswahl der Bewerber halte ich mich an die Vorschläge der Gemeinde Ainring" so Max Aicher. Allerdings sollte im Zusammenhang mit der Ausweisung im Bereich der Lattenbergstrasse auch die Zufahrt Feldkirchen Süd neu geregelt werden.
"Ich habe der Gemeinde Ainring bereits entsprechende Planungen angeboten, wo zwischen Lattenbergstrasse und der B 20 eine Bebauung stattfinden könnte. Bestandteil der Planungen ist auch eine Ortseinfahrt Feldkirchen Süd als nordseitige Erschließung des Stahlwerkes Annahütte, da die bestehende Zufahrt zur Annahütte zu klein ist" so die Aussagen des Freilassinger Bauunternehmers.
Auch im Hinblick auf einen möglichen Kaufpreis zeigte sich Aicher auskunftsfreudig: "Zum Preis von 150 Euro pro Quadratmeter könnten sich junge Familien um einen Baugrund bewerben". GR Hans Pöllner meinte diesbezüglich, dass durch Erschließungs- und Nebenflächenkosten wohl ein Preis von etwa 230 Euro daraus entstehen würden, was wohl für junge Familien einen sehr hohen Preis darstelle. Anschließend wurde in der Diskussion auf die Lärmschutzsituation bei einer möglichen Bebauung der Lattenbergstraße eingegangen.
Hans Galler zeigte des weiteren anhand einer Übersichtskarte von Feldkirchen, dass es im bestehenden Bebauungsplan durchaus noch weitere Möglichkeiten für Bebauung gäbe, ohne weitere Flächen auszuweisen. Diesbezüglich gab es eine Wortmeldung eines örtlichen Landwirtes, der zuletzt einen Antrag auf Abriss eines alten Bauernhauses nordöstlich des Friedhofes stellte, dieser aber abgelehnt worden ist. Hier hätte in einer größeren Fläche im bestehenden Bebauungsplan Bauland geschaffen werden können. Er könne diese Entscheidung nicht verstehen, denn schließlich wich mit dem Zellerhof seinerzeit auch ein altes Gebäude neuen Bauflächen und jetzt würde das auf einmal nicht mehr gehen.
Zum Ende der Diskussion fasste Martin Weber die verschiedenen Aspekte zusammen und bedankte sich bei allen Anwesenden für die disziplinierten und konstruktiven Beiträge.
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