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Foto Marktschellenberg

Gemeinsam für Marktschellenberg - heißt es auf dem Wahlprospekt der Freien Wählergemeinschaft Marktschellenberg für die Gemeinderatswahl am 16. März. Dass dies viel mehr als nur ein Wahlkampfslogan ist, wurde bei einer gemeinsamen Wahlveranstaltung mit der Ländlichen Wählergemeinschaft im Gasthaus Oberstein mehr als deutlich, bei der sich auch der Spitzenkandidat der Grünen, Nikolaus Russegger, für eine Zusammenarbeit aussprach.

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Der Saal war bis zum letzten Platz gefüllt, so dass sich Bürgermeister Franz Halmich in seiner kurzen Begrüßung sehr erfreut über das rege Interesse der Bevölkerung zeigte. Anschließend übergab er das Wort an Sepp Sunkler, den Moderator des Abends.

In seinem Vorwort stellte Sunkler heraus, dass in den vergangenen sechs Jahren vieles umgesetzt wurde, immer mit dem Ziel zum Wohle der Gemeinde die begrenzten Möglichkeiten optimal auszuschöpfen. Leider sei aber auch viel Porzellan zerschlagen worden und ein respektvoller, menschlicher Umgang zum Teil nicht mehr erkennbar gewesen. Anstatt die im Wahlkampf allzeit gepriesene Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg auch nach der Wahl umzusetzen und die anstehenden Aufgaben offen, fair und gemeinsam vertrauensvoll zu lösen, wurde von einigen Personen ständig weiter provoziert und attackiert. Einen Bürgermeister, Stefan Sunkler, kostete dieser seelische Druck sogar das Amt und er musste aus gesundheitlichen zurücktreten.

Auch sein Nachfolger Franz Halmich musste bald erkennen, dass für einige Personen an einer offenen Zusammenarbeit kein Interesse bestand und es nur darum ging, auch ihn baldmöglichst aus dem Amt zu verdrängen. Sepp Sunkler machte den anwesenden Bürgern deutlich, dass die Freien Wähler an einer solchen Politik nicht interessiert seien und dass es ihnen im Gegensatz zu anderen nicht um Macht, sondern rein um Marktschellenberg gehe. Bevor sich die einzelnen Gemeinderatskandidaten der FWG persönlich vorstellten, gab der Moderator noch zu bedenken, dass die FWG Marktschellenberg keine Partei sei, sondern als Wählergemeinschaft eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürger, die auf kommunaler Ebene an der politischen Willensbildung mitwirkt, ohne an übergeordnete, parteipolitische Interessen gebunden zu sein. Die FWG arbeitet sachorientiert, rein ortsbezogen und konzentriert auf das Wohl der Gemeinschaft.

Nun war Anton Angerer, der Sprecher der Ländlichen Wählergemeinschaft, an der Reihe. Angerer stellte sich deutlich hinter den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten Franz Halmich und umriss zunächst kurz alle Projekte, die in der zurückliegenden Amtsperiode in Angriff genommen worden waren. Danach stellte er die Ziele und Vorstellungen der Ländlichen Wählergemeinschaft vor und verdeutlichte, wie wichtig eine gute Mannschaft für die Umsetzung der Leitlinien sei. So war er besonders erfreut, als er eine sehr ausgewogene Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl präsentieren konnte. Aus allen Gemeindeteilen, alt und jung gemischt, verschiedenste Berufsbilder und viele ehrenamtlich engagierte Gemeindebürger stehen hinter den Grundsätzen der LWG und stellen sich für diese zur Verfügung. Als einziger FWG Kreistagskandidat aus Marktschellenberg stellte Volkhard Geiger sich und seine Mitstreiter aus dem inneren Landkreis vor und warb darum, den Kandidaten des Talkessels für die Kreistagswahl das Vertrauen auszusprechen.

Mit Spannung erwartete man nun den Auftritt von Franz Halmich, der sich erneut zur Wahl zum Bürgermeister von Marktschellenberg stellt. Nach einer prägnanten Vorstellung seines persönlichen Werdegangs, verlor Halmich zunächst einige Worte über das politische Klima in Marktschellenberg. Es könne nicht sein, dass für einige die Prämisse der großen Politik "Ich bin dann gut, wenn ich am politischen Gegner etwas Negatives finde, oder ihn schlecht machen kann", gelte und man sich gegenseitig aufreibt. Der Bürgermeister hofft, dass ein vernünftiges Miteinander wieder möglich wird und das Wahlergebnis am 16. März seinen Teil dazu beiträgt. Die Fraktionen der FWG, der LWG und der Grünen haben hervorragend zusammengearbeitet und so für Marktschellenberg viel erreicht hat. Als größte Themenbereiche nannte Halmich hierbei die Erweiterung des Kindergartens, die Sanierung der Schule, die Aufweitung der Kirchgasse, die Sanierung des Straßen- und Wegenetzes, sowie die konsequente Umsetzung des Abwasserentsorgungskonzeptes. Für die kommende Amtszeit stehen noch die Beendigung der Kanalbaumaßnahmen an. Auch möchte Halmich für eine Nachmittagsbetreuung in Kindergarten und Schule sorgen und den Schulstandort weiter sicherstellen. Besonders am Herzen liegen dem Bürgermeister die Jugendlichen, die in den Ortsvereinen ein vielseitiges Angebot finden und von engagierten Leuten bestens betreut sind. Auch mit dem Kinderferienprogramm und dem gemeindeübergreifenden Jugendtreff 5 haben die Kinder und Jugendlichen gute Möglichkeiten, ihre Freizeit zu gestalten. Auch die Senioren seien eine wichtige Stütze der Gemeinde und man sollte die Möglichkeiten nutzen, um aus dem Erfahrungsschatz der Älteren zu lernen. In unseren Zeiten sei es immer wichtiger, auf den demographischen Wandel zu reagieren und auf die Bedürfnisse der Senioren einzugehen.

Für Halmich stehen auch die Sanierung und Aufwertung der Almbachklamm, der Erhalt des Schwimmbads und die Förderung und Unterstützung der Landwirtschaft auf dem Programm. Vom in der Überarbeitung befindlichen Flächennutzungsplan erhofft sich der Bürgermeister die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Familien, sowie eventuell neue Gewerbeflächen zur Stärkung der Wirtschaftskraft. Zum Schluss bekräftigte Franz Halmich, dass es ihm vorrangig darum gehe, die Schellenberger zu unterstützen, die sich bei Festen, in den Vereinen und in der Dorfgemeinschaft beteiligen und unermüdlich einbringen. Eben diese engagierten Bürger will er durch seine erneute Kandidatur motivieren, nicht nachzulassen und weiter für ein lebens- und liebenswertes Schellenberg einzutreten. In der abschließenden Diskussionsrunde wurde der Unmut vieler Schellenberger über den Zustand des politischen Klimas in der Gemeinde deutlich. Die Hetzkampagnen durch die politischen Gegner und die reißerischen Presseberichte verärgern die Bürger zunehmend und werden nicht länger geduldet. In der Gemeinde solle es endlich wieder miteinander, nicht gegeneinander gehen und der Wählerwille akzeptiert werden.

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Franz Halmich

Franz Halmich
1. Bürgermeister
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83487 Marktschellenberg

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